Tagung 2026: Programm

Tagungsprogramm

Dienstag, 10. März 2026, 14.45 – 18.00 Uhr

Tagungsmoderation: tbd.

Gastgeberinnen: Thomas Hildbrand, Franziska Imboden, Peter Tremp

Zur Anmeldung

Zeitplan

Anpassungen noch möglich (Stand: 28. November 2025)

ZeitInhalt
14.45 UhrBegrüssung
15.00 UhrWorkshops I
15.45 UhrWorkshops II
16.35 UhrHauptreferat
17.20 UhrWorkshops III
18.00 UhrAusklang

Inputreferate und Module

15:00 – 15:40 Uhr

Das im Studium geforderte aktive Studierhandeln kann eine Herausforderung für Studienanfänger:innen darstellen: Es bringt mehr Freiheiten mit sich, aber auch höhere Anforderungen an die Selbststeuerung (z. B. bzgl. Selbstmotivation, Selbstregulierung) und an die Eigenverantwortung bei der Planung (z. B. Zeitmanagement, Koordination verschiedener Lebensbereiche). Peer-Tutor:innen aus höheren Semestern können Studienanfänger:innen nicht nur dabei unterstützen, sich räumlich und organisatorisch an ihrem Studienort zu orientieren, sondern auch in ihrem Lernen, und so zu einem guten Start im Studium beitragen.

Im Atelier wird thematisiert, wie das geht und welche Herausforderungen sich dabei stellen (können). Zudem wird ein im Rahmen des Projektes erstellter Selbstlernkurs vorgestellt.

  • lic. phil. Seraina Caviezel Schmitz, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Institut für Sozialarbeit und Recht

Die Gesundheit ist ein wichtiger Aspekt des Alltages von Studierenden. Gesundheitliche Probleme können sich einschränkend auf das Studium auswirken. Sie stecken den Handlungsrahmen ab, innerhalb dessen sich betroffene Studierende in ihrem Studienalltag bewegen. Mit der Erhebung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden (SSEE) des Bundesamts für Statistik BFS stehen Informationen über die Gesundheit der Studierenden zur Verfügung. Anhand von drei Indikatoren (dauerhafte Gesundheitsprobleme, Einschränkungen im Studium, Depressionssymptome) soll ein Überblick über den aktuellen Gesundheitszustand der Studierenden an den Schweizer Hochschulen vermittelt und die Entwicklung seit 2016 aufgezeigt werden.

  • Philipp Fischer, Bundesamt für Statistik BFS, Erhebung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden

Die Studieneingangsphase ist eine sensible Lebensphase mit besonderen Herausforderungen. Ein aktives Onboarding der Erstsemestrigen gehört an der Fachhochschule Kärnten (Österreich) an der Fakultät Gesundheit & Soziales seit über einem Jahrzehnt zum Angebot. Dafür wurde «Gesunder Start ins Studium» entwickelt: Unter Einsatz outdoorpädagogischer Ansätze werden die Studierenden beim Eintritt in das Hochschulleben unterstützt. Die Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen steht dabei an erster Stelle. Das Programm ist mittlerweile an zahlreichen Studiengängen curricular verankert und wurde umfassend evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass mittels «Gesunder Start ins Studium» das studentische Kohärenzgefühl sowie das gemeinsame Wirksamkeitserleben in der Studierendengruppe gestärkt wird.

  • FH-Profin. Priv.-Dozin. Maga. Drin. Eva Mir, Fakultät Gesundheit & Soziales, FH Kärnten (Österreich)
  • Drin. Doris Gebhard, Department of Health and Sport Sciences, TU München (Deutschland)

Für viele Studierende ist das erste Semester an der Hochschule mit Herausforderungen verbunden, welche viel Stress auslösen können. Die Gründe sind vielfältig und hängen stark von der aktuellen Lebenssituation der Studierenden und ihren Bewältigungsstrategien ab. Das Modul «Stress- und Selbstmanagement» der Pädagogischen Hochschule Luzern setzt im zweiten Semester an. Ausgehend von einer Standortbestimmung mit dem Instrument AVEM (Arbeitsbezogenen Erlebens- und Verhaltensmuster) von Schaarschmidt & Fischer (2008) setzen sich die Studierenden persönliche Ziele. Zusätzlich erhalten sie Impulse zu unterschiedlichen Aspekten der Stressbewältigung und können persönliches Coaching nutzen. Der Workshop gibt einen Einblick in die Elemente des Workshops und die Erfahrungen in den letzten Jahren.

  • Titus Bürgisser, Pädagogische Hochschule Luzern, Leiter Zentrum Gesundheitsförderung

Ärztinnen und Ärzte sind eine der am stärksten psychisch belasteten Bevölkerungsgruppen. Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen und Suizidalität sind weit verbreitet in der Berufsgruppe, die andere Menschen gesund erhalten oder heilen soll. Die Entwicklung der Verschlechterung der mentalen Gesundheit beginnt aber bereits während des Studiums.

Im Sinne einer Prävention, aber auch einer besseren Versorgung von Patient*innen, sollte die mentale Gesundheit zukünftiger Ärztinnen und Ärzte einen zentralen Aspekt der universitären Ausbildung darstellen. In diesem Beitrag wird die Problemkonstellation dargestellt und Gegensteuerungsmöglichkeiten hinsichtlich Stress, psychischer Belastung und Burnout diskutiert. Es besteht explizit keine Beschränkung nur auf Medizinstudierende.

  • PD Dr. med. Dr. rer. nat. Pascal Burger, MME, MHBA
  • Chefarzt ZADZ – Zentrum für Angst- und Depressionsbehandlung Zürich

15:45 – 16:25 Uhr

Die Studieneingangsphase ist ein hoch beanspruchender Übergang, in dem Erwartungen, Anforderungen und individuelle Ressourcen oft nicht deckungsgleich sind. Solche Passungsprobleme können Belastung, Unsicherheit und gesundheitliche Risiken verstärken. Um diese Übergangsprozesse fundiert zu verstehen, wurden an der Pädagogischen Hochschule im Sommer 2025 alle Erstjahresstudierenden zu ihren Herausforderungen, entlastenden Faktoren und gewünschten Unterstützungsangeboten befragt. Der Beitrag stellt zentrale Befunde dieser Erhebung vor und zeigt auf, wie unterschiedliche Studierendengruppen den Übergang erleben. Diskutiert wird, welche Schlüsse sich daraus für ein gesundheitsförderliches Onboarding und für gezielte Unterstützungsstrukturen im ersten Studienjahr ziehen lassen.

  • MSc Franziska Imboden, Zentrum für Hochschuldidaktik, Pädagogische Hochschule Luzern

Internationale Studierende stehen vor der Herausforderung, sich in einem neuen kulturellen und akademischen Umfeld zurechtzufinden. Ein gelingender Studienstart erfordert gezielte Unterstützung in Selbstmanagement, interkultureller Kompetenz und sozialer Einbindung. Das Workshopangebot zielt darauf, internationale Studierende in der Studieneingangsphase zu stärken. Vermittelt werden zentrale Kompetenzen und Strategien, ergänzt durch eine „Community of Care“ mit Peer-Unterstützung. Im Beitrag werden das Angebot vorgestellt und Herausforderungen sowie Chancen bei der Umsetzung diskutiert – mit Blick darauf, wie Zugehörigkeit und Wohlbefinden gestärkt und Studienanforderungen besser bewältigt werden können.

  • Sandra Sommer, MAS Transkulturelle Kommunikation und Leadership, Leiterin Fachstelle Internationales
  • lic. phil. hist. Claudia Ramseier, Scientific Officer, Schweizerischer Nationalfonds SNF, Fachlicher Hintergrund: Sozialanthropologie & Kommunikationswissenschaft
  • Dr. phil. Sibylle Matter, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Leitung Psychologische Beratungsstelle Campus Luzern

  • Der Übergang an die Universität ist ein wesentlicher Entwicklungsschritt mit vielfältigen Herausforderungen, unter anderem an Selbstorganisation, ein neues soziales Umfeld und Veränderungen der eigenen Identität. Um Studierende in den ersten Wochen an der Universität zu unterstützen, haben wir ein Peer-Mentoring-Programm eingeführt, das Mentor:innen aus höheren Semestern mit Studienanfänger:innen zusammenbringt. Im Laufe des viermonatigen Programms lernen Mentees die Universität, ihre Mentor:innen und ihre Peers kennen. In diesem Beitrag wird das Programm und sein Ablauf vorgestellt. Weiters werden die Ergebnisse der begleitenden Evaluierung (n = 777) präsentiert, die positive Effekte auf Studienerfolg und psychologische Wirkvariablen zeigte.

Dr. Stefan Reiss, Universität Salzburg, Fachbereich Psychologie

Das Leben ist geprägt von Übergängen von einer Lebensphase in eine andere Lebensphase. Ein wichtiger Übergang für Studierende ist der Übergang von der Schule auf die Hochschule. Dieser ist in vielerlei Hinsicht mit Veränderungen verbunden.

Die NuPhA-Study (Nutrition and Physical Activity in Adolescence) und sich anschließende qualitative und Mixed-Methods-Studien haben sich Änderungen im Gesundheitsverhalten, insbesondere der Ernährung und der körperlichen Aktivität, aber auch Veränderungen in der mentalen Gesundheit (u.a. Einsamkeit) im Zuge dieses Übergangs gewidmet.

Im Rahmen des Forums sollen ausgewählte Ergebnisse vorgestellt und vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen diskutiert werden.

  • Prof. Dr. Katharina Diehl, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Beschreibung folgt

  • Hannah Frankl

16:35 – 17:15 Uhr

Plenumsreferat

(Text folgt)

17:20 – 18:00 Uhr

Studierende befinden sich in einer spannenden, herausfordernden Transitionsphase – insbesondere zu Beginn und gegen Ende des Studiums. In diesem Beitrag wird basierend auf drei Datensätzen untersucht, was vor allem Studienanfänger*innen in Österreich charakterisiert und wie sie – gegebenenfalls im Unterschied zu anderen Studierendengruppen – gesundheitlich unterstützt werden könn(t)en. Zusätzlich wird dargestellt, welche Angebote bereits verfügbar sind. Gesundheit wird dabei umfassend definiert und hinsichtlich physischer, psychischer, sozialer, ökonomischer und weiterer Aspekte untersucht.

  • Prof. Dr. Elisabeth Nöhammer, UMIT TIROL, Department für Public Health, Hall in Tirol, Österreich

Die Umfrage zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden aus dem Jahr 2024 zeigt, dass 29% der Studierenden an Schweizer Hochschulen an Symptomen von mittleren bis schweren Depressionen leiden. Vor allem junge Erwachsene, die sich gerade am Anfang ihres Studiums befinden, stehen besonders unter mentalem Druck. Im Beitrag des Student Minds Networks soll darauf eingegangen werden, welche Herausforderungen zu den erhöhten mentalen Schwierigkeiten im Studium führen. Ausserdem wird thematisiert, welche Ideen und Good Practices an verschiedenen Hochschulen bereits verfolgt werden und welche Rolle studentische Projekte dabei spielen. In der Diskussion soll es Raum für Austausch zu weiteren Ideen und Erfahrungen geben.

  • Seraina Campell, Studentin PH Bern, Projektkoordinatorin Student Minds Network, Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS)

An der Universität Zürich verstehen wir Student Wellbeing als gemeinsame Verantwortung von Hochschule und Studierenden. Im Fokus stehen unterschiedliche Dimensionen des Wohlbefindens, darunter mentale Gesundheit, Zugehörigkeit, finanzielle Absicherung und Schutz vor Diskriminierung.

Im Workshop erläutern wir unser Verständnis von Student Wellbeing vor dem Hintergrund international diskutierter Best Practices. Anhand von konkreten Beispielen (Information, Onboarding, Beratung, Zusammenarbeit mit studentischen Organisationen) legen wir dar, wie wir an der Universität Zürich schon in der Studieneingangsphase Rahmenbedingungen schaffen möchten, die das Wohlbefinden und den Studienerfolg nachhaltig stärken.

  • PD Dr. Peter Collmer, Leiter Studieninformation und Beratung, Universität Zürich
  • Sabina Marra, Stabsmitarbeiterin Student Wellbeing, Studieninformation und Beratung, Universität Zürich

Der Übergang an die Hochschule stellt einen vielfältigen Prozess dar, bei dem organisatorische, persönliche, soziale und inhaltliche Herausforderungen bewältigt werden müssen. In einer Befragung formulieren Studierende der Fachrichtungen Physiotherapie und Lehramt (N = 352) mittels einer selbst gewählten Metapher das Erleben ihres ersten Semesters. Sie schildern emotionale Höhen und Tiefen, Gefühle von Orientierungslosigkeit, Ohnmacht und Ausgeliefertsein sowie den Eindruck, nicht abgeholt zu werden. Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung von Metaphern für die Verständigung über das Erstsemestererleben. Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die den Studierenden ermöglichen, ihre Handlungsmacht (Agency) zu erweitern und Studiengänge so zu gestalten, dass erfolgreiche und nachhaltige Lernprozesse gefördert werden.

  • Dr. phil. Iris Hauser (Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Departement Gesundheit, BSc Studiengang Physiotherapie)
  • Prof. Dr. Franziska Zellweger (Pädagogische Hochschule Zürich, Zentrum für Hochschuldidaktik und -entwicklung)
  • Prof. Dr. Cécile Ledergerber (Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Departement Gesundheit, BSc Studiengang Physiotherapie)

Immer mehr Schüler:innen, denen während der Schulzeit ein Nachteilsausgleich gewährt wurde, beginnen ein Studium und treffen an den Hochschulen auf Erwartungen, Abläufe, und Verfahren, die sich deutlich von denen der Schule unterscheiden. In der Studieneingangsphase kann dies zu Unsicherheiten und Missverständnissen auf Seiten der Studierenden wie auch der Dozierenden und administrativen Stellen führen. Der Workshop beleuchtet Unterschiede zwischen Schule und Hochschule, zeigt typische Herausforderungen auf und diskutiert, wie Hochschulen Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit in der Studieneingangsphase – und darüber hinaus – wirksam unterstützen können.

  • Elke-N. Kappus, Pädagogische Hochschule Luzern, Fachstelle Diversität und Inklusives Studium; Mitglied des Netzwerks «Studieren mit Behinderung» swissuniversities